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Künstler:in Profil

Wladimir Schengelaja

  • Malerei

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Beschreibung

Wladimir Schengelaja wurde in der malerischen Stadt Suchumi geboren und wuchs dort, am Ufer des Schwarzen Meeres auf. Das Land Abchasien, das den Einfluss vieler alter Kulturen erlebt hatte, wurde zu einem Randgebiet des sowjetischen Imperiums und lebte nach dessen eigenen Gesetzen. So gab es hier eine örtliche offizielle Kunst und seit Beginn der 70iger Jahre einen „Underground der sich „Offiziösem“ nicht einfach widersetzte oder gar mit ihm kämpfte – eher umgekehrt: er versucht bis heute, ähnlich der Praxis des Zen- Buddhismus, „das Zeichen umzukehren“ und Bitterkeit in Vitalität zu verwandeln. Diese Situation markierte und beeinflusste das Schaffen einiger der dortigen Künstler, so auch Wladimir Schengelaja.

Der Künstler richtet sein Forschen auf das Innere der Kunst. Die Malerei ist für ihn eine Methode der Freiheitssuche. Es geschieht nicht zufällig, wie er sich der Leinwand nähert, er bereitet sich darauf vor wie auf die Begegnung mit einem „Ehrengast“. Wladimir Schengelaias Arbeiten sind intellektuell, aber nicht kalt; in ihnen zeigt sich ein „Zustand“, eine Befindlichkeit. Dieser „besondere Zustand“ enthält eine Ladung feiner seelischer Wirkungen. Wladimir Schengelaia bearbeitet skrupulös die Oberfläche der Leinwand, dabei schafft er das Gewebe des Bildes, seinen Körper. Er kann leicht von der Abstraktion zum Figürlichen übergehen. Es ist aber ein Übergang innerhalb des Rahmens der Malerei, den Lehren des Vergangenen angelehnt, ein Wandel dem ein Ausgang in neuer Qualität gelingt. Seit 1994 ist er Mitglied des Bundesverbands Bildender Künstler. Zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen mit seinen Werken gab es in verschiedenen Kunststädten in Deutschland, Österreich und anderen Ländern Europas sowie in Russland, z.B. St. Petersburg, Berlin, Tübingen, Kramsach, Bad Doberan, Ingolstadt und München.

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